Wie grundiere ich Altbauwände richtig bevor ich tapeziere oder streiche

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Wie grundiere ich Altbauwände richtig bevor ich tapeziere oder streiche

Bevor Sie mit dem Tapezieren oder Streichen beginnen, ist die richtige Grundierung das A und O, besonders bei Altbauwänden. Prüfen Sie zunächst den Untergrund gründlich: Alte Tapetenreste, lose Putzstellen oder kreidende Farbschichten müssen restlos entfernt werden. Nutzen Sie dazu einen Spachtel und gegebenenfalls eine Schleifmaschine, bis eine glatte, staubfreie Fläche entsteht. Bei stark saugenden oder sandenden Putzen ist eine Tiefengrundierung unerlässlich, doch auch bei intakten, aber unterschiedlich saugenden Flächen sollten Sie nicht darauf verzichten. Tragen Sie die Grundierung mit einer großen Farbrolle gleichmäßig auf und achten Sie besonders auf Ecken und Kanten, die Sie mit einem Pinsel vorstreichen. Lassen Sie die Schicht vollständig trocknen, bevor Sie weitermachen – dies dauert je nach Material und Raumklima mehrere Stunden. Vergessen Sie nicht, eventuelle Risse oder Löcher vorher mit geeigneter Spachtelmasse zu verschließen und diese Stellen ebenfalls zu grundieren, damit später keine unschönen Farbunterschiede entstehen. Wenn Sie diese Vorbereitung sorgfältig durchführen, werden Ihre heimwerker projekte schritt für schritt deutlich robuster und das Endergebnis überzeugt auf ganzer Linie.

Für unterschiedliche Altbauuntergründe gibt es spezielle Grundierungen, deren Auswahl Sie von der späteren Beschichtung abhängig machen sollten. Bei glatten, farblich stark saugenden Flächen wie alten Kalk- oder Zementputzen empfiehlt sich eine sogenannte Haftgrundierung, die die Oberfläche verfestigt und die Saugfähigkeit vereinheitlicht. Bei kreidenden oder stark verschmutzten Wänden kann eine Sperr- oder Isoliergrundierung nötig sein, die verhindert, dass Wasserlösliches aus dem Putz durch die neue Farbe oder Tapete nach außen dringt. Tragen Sie die Grundierung zwingend dünn und gleichmäßig auf, idealerweise in einer einzigen Schicht – eine zweite Schicht ist nur notwendig, wenn die erste vollständig eingezogen ist und die Fläche immer noch stark staubt. Achten Sie beim Verarbeiten auf eine Temperatur über zehn Grad Celsius und ausreichende Belüftung, aber vermeiden Sie direkte Zugluft, da dies die Trocknung ungleichmäßig macht. Nach dem Trocknen sollte die Wand eine leicht raue, aber geschlossene Oberfläche haben, die weder glänzt noch pulvrig ist. Nur so haften Anstrich oder Kleister später optimal, und Ihre heimwerker projekte schritt für schritt verlaufen ohne böse Überraschungen wie Blasenbildung oder Ablösungen.


Ist die Grundierung vollständig getrocknet, können Sie je nach Wunsch tapezieren oder streichen.  aliclaudi  tapezieren möchten, wählen Sie den Tapetenkleister passend zur Tapetenart aus und tragen Sie ihn auf die grundierte Fläche auf – hier genügt die normale Vorgehensweise, da die Grundierung die Saugfähigkeit bereits reguliert hat. Beachten Sie jedoch, dass eine frisch grundierte Wand für schwere Vliestapeten oft nochmals eine spezielle Vorkleisterung benötigt, während leichte Papiertapeten direkt verarbeitet werden können. Für den Fall, dass Sie sich für einen Anstrich entscheiden, sollten Sie hochwertige Wandfarbe verwenden und diese mit einer langflorigen Rolle gleichmäßig auftragen. Ein dünner erster Anstrich gefolgt von einem zweiten nach ausreichender Trocknungszeit ergibt in der Regel das beste Deckbild. Meiden Sie es, während der Trocknung zu stark zu lüften, und planen Sie genügend Zeit ein, denn zu schnelles Arbeiten führt oft zu Unebenheiten. Wenn Sie all diese Hinweise beherzigen, werden Ihre heimwerker projekte schritt für schritt nicht nur sauberer, sondern auch deutlich langlebiger, und die altbau typischen Probleme wie Feuchtigkeitsschwankungen oder Salzausblühungen bleiben Ihnen erspart. Eine korrekt grundierte Wand ist schlichtweg die halbe Miete für ein professionelles Finish.